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Denn solche Games verbieten und dann jeden Mann der Schweiz dazu zwingen, aktiv "Kriegerlis" zu betreiben kann ja nicht passen. In der Armee wird den Leuten eine vollautomatische Waffe in die Hände gedrückt, welche als einzige Aufgabe hat einen Menschen zu verletzen oder zu töten.
Solange dies noch passiert ist es reine Heuchelei und Polemik, so genannte "Killergames" verbieten zu wollen.
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Super, zumindest da sind wir uns einig. Kombinieren wir doch diese beiden Massnahmen.
Roland Näf - Grossrat Bern, SP 22. März 2010 Verstoss melden
Bei der Abschaffung der Wehrpflicht helfe ich gerne mit. Games verbieten finde ich aber eine unsinnige Idee. Eine klare Kontrolle der Altersbeschränkungen würde vollkommen ausreichen. Ein Verbot geht zu weit.
Yves Aeschbacher - Stadtrat Burgdorf, SP 22. März 2010 Verstoss melden
Landesverteidigung ist nicht Kriegerlis und kein Spiel. Da geht es auch nicht darum abzuknallen um zu gewinnen, sondern den Frieden zu sichern. Killerspiele haben mit Friedenssicherung hingegen nichts zu tun, sondern schlicht mit dem Siegermythos eines Kriegers.
Aliki Panayides - SVP 23. März 2010 Verstoss melden
Das sagt ja schon genug wieviel sie von Videospielen und dem E-Sport verstehen. Von der militärischen Ausbildung allem anschein nach haben Sie auch nicht den Hauch einer Ahnung.
Dino Ebener 23. März 2010 Verstoss melden
Und Friedenssicherung geschieht indem man Blumen in die Gewehrläufe der Angreifer steckt?

Wie gewinnt man den einen bewaffneten Konflikt, wenn nicht mit "abknallen" und töten?

Friedensicherung klingt wunderschön, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dabei Waffen eingesetzt werden (müssen). Waffen, welche dazu da sind, Menschen zu töten. Ein virtuelles Spiel verletzt oder tötet keinerlei Menschen.

Es ist doch etwas heuchlerisch, wenn man das Militär mit solchen Argumenten wie Frau Panayides verteidigt, aber gleichzeit ein Verbot von Computerspielen fordet.
Michael Häberle - Piraten 24. März 2010 Verstoss melden
Danke Herr Häberle! Ich hätte es nicht treffender formulieren können!
Yves Aeschbacher - Stadtrat Burgdorf, SP 24. März 2010 Verstoss melden
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Nein, gegen alle Gewaltfilem, so auch gegen Actionfilme, das wird der nächste logische Schritt sein... oder was sagen Sie dazu Herr Roland Näf?
Reto Spinnler - Piraten 26. März 2010 Verstoss melden
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Ein weiterer Schritt in die falsche Richtung: Ein Verbot von Computerspielen vernichtet Arbeitplätze in der Game-Industrie direkt (Verkauf, Vetrieb, Entwicklung und Produktion) und in der Industrie indirekt. Dies weil die Kontrolle durch den Staat verstärkt werden muss und die damit generierten Arbeitsplätze durch Steuern finanziert werden müssen, was wiederum letztlich der Steuerzahler (Bürger und die Industrie) berappen muss und deshalb zu mehr Staat und weniger Wirtschaft führt etc...

Games die vom Ausland heruntergeladen werden (und damit sehr schlecht verboten werden können) vernichten in der Schweiz auch Arbeitsplätze; es wird z.B. kein Vertriebs- und Verkaufspersonal benötigt, keine Ladenmieten generiert und die Mehrwertsteur auf das Produkt umgangen.

Wir sollten besser dafür sorgen, dass die Schweiz als innovativstes Land in Europa eine eigene Gamerindustrie etabliert, wie es auch andere Länder (z.B. Kanada) tun, dieses Verbot schreckt aber Investoren ab!
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Durch die massive Gewaltverherrlichung in gewissen Games erhält die ganze Branche ein Schmuddelimage. Zunehmend verweigern Eltern ihren Kindern jegliche Spiele am Bildschirm, weil die Branche keine Grenzen setzt. Der Rückgang der Umsätze im letzten Jahr könnte damit zusammenhängen. Interessant in Bezug auf die Arbeitsplätze ist auch, dass die selben Leute, welche sich für grenzenlose Gewalt am Bildschirm einsetzen, gleichzeitig äusserst wenig vom Schutz von Urheberrechten halten. Sie sind angesprochen, geehrte Piraten.
Roland Näf - Grossrat Bern, SP 25. März 2010 Verstoss melden
Durch die Polemisierung diverser ExponentInnen der SP, so auch Herrn Roland Näf und Frau Evi Allemann, wurde eine ganze Branche wirtschaftsfeindlich verunglimpft und die Chancen der Schweiz sinken damit.
Ich persönlich gehe nich soweit, diese Menschen als "Spielekiller" zu bezeichnen und suche bewusst und auch erfolgreich intern und extern der PPS den Dialog.

Lieber Herr Näf:
Bezüglich dem Rückgang der Umsätze gibt es aus meiner Sicht eine plausiblere Erklärung; die Wirtschaftskrise, die Haushalte sparen zuerst dort wo sie es am Besten können.
Bezüglich der "grenzenlosen Gewalt" sind Sie leider nicht richtig orientiert, bitte lesen Sie unsere Meinung zum Thema "Mediale Gewalt" auf unserer Homepage www.piratenpartei.ch und nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir dem Bündnis "Pro-Jugendkultur" beigetreten sind, welche einen "Jugendschutz mit Augenmass" unterstützt.
Bezüglich heutigem Urheberrecht haben wir Piraten eine differenziertere Meinung, nachzulesen ebenfalls auf unserer Hompeage.
Reto Spinnler - Piraten 26. März 2010 Verstoss melden
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Es gibt keine Studien, die belegen könnten, dass Videospiele gewalttätig machen. Dieses Verbot ist ein typisches Beispiel, wie Politiker Pseudo-Probleme lösen, um ihr Gewissen zu beruhigen. Weil sie nicht wissen, was sie gegen die reale Gewalt machen sollen, verbieten sie einfach mal etwas, das sie meinen, verbieten zu können. Das Verbot wird aber weder was bringen gegen die Jugendgewalt, noch wird es durchsetzbar sein. Wieder mal ein Gesetz, das man sich hätte sparen können...!
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Das Problem dieses Handelns der PolitkerInnen ist, dass es die Game-Industrie und die Gegner eines Verbotes und die Gamer selbst im Vorfeld nicht geschafft haben, die Mehrheit der Öffentlichkeit (Bevölkerung und Politiker) auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Einer der Gründ ist sicherlich auch, dass es die Verbotsbeführworter vom ersten Tag an die Diskussion polemisiert und damit die Öffentlichkeit aufgerüttelt haben. Gestern fragte mich eine Bekannte: "Das mit diesen Killerspielen sei schon verrückt, findest Du nicht auch?".

Es gibt letztlich nicht "nur" ein öffentliches, sondern auch ein wirtschaftliches Interesse: Dieses Verbot vernichtet Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft (Game-Industrie) zugunsten neuer Arbeitsplätze beim Staat (Kontrolle)!
Reto Spinnler - Piraten 21. März 2010 Verstoss melden
Nun - das Argument mit den Arbeitsplätzen finde ich dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen. Die Schweiz ist nicht gerade Marktführer in diesem Segment! Zudem gibt es tausende andere Möglichkeiten, PC-Spiele zu entwerfen.

Jan, hingegen (s. oben), kann ich eher zustimmen: Für mich ist die Wirksamkeit dieser Massnahme nicht erwiesen!

Auf der anderen Seite: Wenn europaweit Lables für solche Spiele eingeführt werden (Alterslimiten, aber auch einzelne Verbote), so würde ich es begrüssen, dort gleich zu ziehen. Ein Einzelgang in dieser Sache ist völliger Quatsch: Viel zu teuer die Kontrolle und viel zu einfach zu umgehen, ein solches Gesetz...
Rolf Tschan - GLP 25. März 2010 Verstoss melden
Mit PEGI gibt es bereits ein europaweit anerkanntes, in gewissen Ländern und teilweise auch der Schweiz (etwa im Kanton Waadt) gesetzlich verankertes "Label".
Oliver aus Zürich - jf 25. März 2010 Verstoss melden
Doch Herr Flückiger, es gibt diese Studien. Eben soll eine erschienen sein - jedoch sind diese meist wenig publiziert und Gegenbeispiele gibt es genug. Es ist also eher Aussage gegen Aussage.
Ich nehme aber an, dass war bei der Einführung des Films auch so.
Samuel Kneubühler - Junge Grüne 7. Juli 2010 Verstoss melden
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Aus der Bundesverfassung:

«Art. 5 Grundsätze rechtsstaatlichen Handelns [...] 2. Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein. [...]»

Die Öffentlichkeit ist nicht davon tangiert, wenn Privatpersonen zu Hause Spiele spielen, auch wenn diese Spiele noch so appetitlich und brutal sind. Ein direkter Einfluss von gewalthaltigen Spielen auf reale Gewalt konnte noch nicht nachgewiesen werden. Ein Verbot gewisser Computerspiele liegt daher nicht im öffentlichen Interesse und ist auch nicht verhältnismässig. Verhältnismässig wären allenfalls Jugendschutzbestimmungen, aber auch da besteht dank der freiwilligen Umsetzung von PEGI durch die Wirtschaft kein Handlungsbedarf.

«Art. 17 Medienfreiheit [...] 2. Zensur ist verboten. [...]»

Man könnte nun darüber streiten, ob das Zensurverbot auch bei Computerspielen gilt, die nicht unbedingt zur freien Meinungsbildung notwendig sind und nicht der Verbreitung von Information dienen, doch Artikel 21 stellt klar, dass auch Kunst nicht zensiert werden darf:

«Art. 21 Kunstfreiheit; Die Freiheit der Kunst ist gewährleistet.»

Das schützt definitiv die Computerspiele, denn Computerspiele sind auch eine Form von Kunst. Eine Zensur ist verboten, ein Verbot verfassungswidrig.

«Art. 36 Einschränkungen von Grundrechten [...] 2. Einschränkungen von Grundrechten müssen durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein. 3. Einschränkungen von Grundrechten müssen verhältnismässig sein. [...]»

Auch hieraus ist klar, dass ein Verbot von Gewaltspielen verfassungswidrig ist. Ein öffentliches Interesse an der Kontrolle des Privatlebens von Computerspielern besteht nicht. Verhältnismässig ist ein Totalverbot erst recht nicht, verhältnismässig wären allenfalls Massnahmen für den Jugendschutz, die den Verkauf an noch nicht volljährigen Personen verbieten. Hier ist Gegenteil Artikel 13 zu beachten, der ein eben solches Recht auf Schutz des privaten Umfelds, und damit mindestens das Recht auf Spielen aller Arten von Spielen in privaten Räumen garantiert:

«Art. 13 Schutz der Privatsphäre; 1. Jede Person hat Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs. [...]»

Fazit: Ein Totalverbot von Spielen auch für Erwachsene ist verfassungswidrig.
14 Kommentare
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Korrekturfehler: appetitlich=unappetitlich ... (man sollte der Rechtschreibkorrektur nicht zu viel vertraten ...)
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 20. März 2010 Verstoss melden
vertraten=vertrauen ... jetzt aber ...
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 20. März 2010 Verstoss melden
Grundsätzlich einverstanden. Mit Ausnahme des Artikels 21: Gewaltgames als "Kunst" zu bezeichnen, ist doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 20. März 2010 Verstoss melden
Gewaltspiele sind genau so Kunst wie Horrorfilme oder Actionfilme.

Oder käme bspw. jemand auf die Idee Pablo Picassos grandioses Gemälde "Guernica" nicht als Kunst zu bezeichnen? Bloss weil da eine Mutter ein totes Kind in ihren Armen hält und ein Kämpfer mit abgetrenntem Kopf und Arm da liegt.
Des Weiteren sieht man nackte Brüste und die Hoden des Stieres. Ich bin dafür, dass dieses Gemälde nur für Menschen ab 18 Jahren zu sehen ist!
Seb B - Piraten 20. März 2010 Verstoss melden
@Seb: Bist Du ein Kunststudent? Verstehst Du was von Kunst?

Ich kann den Vergleich überhaupt nicht nachvollziehen. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Krieg ist etwas ganz anderes als einen Haufen Pixel zu programmieren, die andere Pixel umnieten.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 20. März 2010 Verstoss melden
Jedenfalls bietet die Hochschule der Künste in Zürich den Studiengang Game Design an. So weit hergeholt finde ich das nicht.

Kunst ist allerdings tatsächlich ein sehr schwieriger Begriff. Keine Ahnung, wie dieser juristisch definiert wird.
David H - Piraten 20. März 2010 Verstoss melden
Nein, weder bin ich Kunststudent, noch glaube ich sehr viel von ihr zu verstehen.
Mein Vergleich war dahingehend: Auch anerkannte Künstler zeigen Gewalt und setzten sich mir ihr auseinander. Videospiele machen das zum Teil genau so. Es geht nicht immer bloss um Gewaltverherrlichung und das Töten. Es geht um viel mehr.

Ja, auch "Killerspiele" wie CoD, Crysis, Farcry, F.E.A.R, Half-Live, S.T.A.L.K.E.R. oder "GTA" um einige zu nennen die ich erworben und mindestens einmal durchgespielt habe, sind für mich Kunst.

Hast Du einmal die traumhaft schöne Welt von Farcry gesehen? Keine Kunst?
Oder konntest in der grossartigen Stadt in GTA umherfahren? Keine Kunst?
Hast du fast dauernd ein bedrückendes Gefühl bei STALKER verspührt? Keine Kunst?
Bist beim Spielen von FEAR vor Spannung immer wieder erschrocken? Keine Kunst?
Hast die Geschichte des 2. WK bei CoD nochmals spielen können? Keine Kunst?
Das ist für mich alles sehrwohl Kunst. Es geht also sicher nicht nur um Pixel umnieten!
Seb B - Piraten 20. März 2010 Verstoss melden
Ok. Das Argument kann ich verstehen. Kunst entsteht im Kopf, insofern ist alles Kunst, das im Kopf Neues entstehen lässt.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Games nur von Screenshots und Trailern her kenne.

Ich kann solche Spiele gar nicht spielen. Habs mal versucht - ich kriege vom Spielen gesundheitliche Beschwerden.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 20. März 2010 Verstoss melden
@Bruno Habegger
Es gibt bestimmt auch genügend Leute, denen von H.R.Gigers Kunstwerken schlecht wird. Ich zum Beispiel bin dagegen ein grosser Fan von ihm. Das ist eben _geschmackssache_.
Ich denke das ist es, was Leute wie Sie nicht verstehen. Es will Ihnen einfach nicht in den Kopf, dass man am Computer genau gleichwertige Kunst in grosser Vielfalt entstehen lassen kann, wie man das zum Beispiel mit Pinsel und Papier tut. Und zwar aus dem genau gleichen Grund, aus dem man früher Rock'n'Roll verteufelte (ich finde das ein ziemlich treffender Vergleich).

Gewalt hat eine gewisse Ästhetik, auf welche Videospiele genauso zurückgreifen wie Filme, Bücher und so weiter.
Michi Spring 20. März 2010 Verstoss melden
@Michi Spring: Falsch verstanden. "Gesundheitliche Beschwerden" war nicht ironisch gemeint. Ich bekomme von Ego-Shootern, Autorennen und ähnlichen schnellen Games Kopfschmerzen und Schwindelgefühle.

Sie kennen mich nicht, daher wissen Sie gar nicht, was ich verstehe und was nicht. Ach, ich bin übrigens ein Gegner des Verbots. Aber für einen klaren, durchsetzbaren Jugendschutz.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 20. März 2010 Verstoss melden
Wenigstens gehen Sie Herr Habegger auf die Argumente ein, oder geben zu Spiele nicht selbst gespielt zu haben, davor zieh ich meinen Hut - ich würde auch sagen, dass die meisten Gamer einen konsequenten Jugendschutz begrüssen würden, aber keine Pauschalkriminalisierung. Die Altersstufen sollten wie bei Filmen oder Genussmittel durchgesetzt werden ohne dabei mündige Bürger zu bevormunden. Verbote und Zensur sind keine Lösung, Deutschland lebt das vor.
Dino Ebener 20. März 2010 Verstoss melden
Ich bin durchaus der Meinung, dass auch Spiele Kunstwerke sind, und ein Ausdruck unserer Zeit. Genauso wie Filme, Bücher, u.s.w.

Man darf einen anderen Geschmack haben, aber man darf nicht verbieten.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 20. März 2010 Verstoss melden
@Marc Wäckerlin
Ich stimme grösstenteils zu. Doch wie erklärt man sich, dass in Deutschland die Zensurverbote doch umgangen wurden und ein strenges Jugendschutzregime (leider zielt es am Tor vorbei: in der Praxis gibt es zu wenig Kontrollen und es müssten Strafen her für Leute, die Spiele unterhalb der gesetzlichen Alterslimite verkaufen) - so ist es in Deutschland.
Samuel Kneubühler - Junge Grüne 7. Juli 2010 Verstoss melden
Und, hat das strenge Regime in DE die letzten Amokläufe verhindert? Nein.
Menschen, die Probleme haben werden sich einfach ein anderes Ventil suchen, was eventuell noch früher zu einer Eskalation führt.
Stefan Peter - SVP 12. Juli 2010 Verstoss melden
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Bitte kein Gesetz, welches nicht durchführbar ist. Mehr Eigenverantwortung der Eltern. Erziehungsaufgaben wahrnehmen. Für jeden Jugentlichen ist es heute ein Leichtes an alle Games zu kommen.
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Hier muss ich meine Frage wiederholen: Bist Du nur gegen ein Verbot, das nicht umsetzbar ist, d.h. wärst Du für ein griffiges Verbot?

Oder stehst Du ein für Freiheit von Kunst, und Kultur?
Setzt Du Dich ein gegen eine Zensur des guten Geschmacks?

Eine heile Welt vorzugaukeln ändert nichts an der bitteren Realität. In Nazideutschland waren Heile-Welt-Filme der Standard; und die Realität das brutale Gegenteil. Die Fassade ändert nichts. Man muss Gewalt da bekämpfen, wo sie entsteht: In der Familie, in der Schule, in der Verzweiflung, in der Perspektivlosigkeit.

Spiele mögen unappetitlich, geschmacklos und widerlich sein, aber das rechtfertigt kein Verbot (solange die Spiele nicht zu tatsächlich zu realer Gewalt aufrufen). Es muss erlaubt sein, virtuellen schlechten Geschmack zu verkaufen und zu konsumieren, zumindest für Erwachsene darf es keine Limiten geben. Eine Bevormundung für mündige Bürger kommt nciht in Frage.

Und der durchschnittliche Spieler ist noch immer 30 Jahre alt ...
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 20. März 2010 Verstoss melden
Hallo Marc. Ich bin grundsätzlich gegen ein Verbot von Gewaltspiele. DU hast Recht, dass die Gewalt dort bekämpft werden muss, wo sie entsteht. Sonst müsste man konsequenterweise auch auch alle Filme mit Gewalt und alle Gewalt in Nachrichtensendungen verboten werden. Hier braucht es Eigenverantwortung der Eltern, welche ihre Kinder auch beaufsichtigen und schauen, dass sie Spiele speieln, welchem ihrem Alter entsprechend sind.
Christoph Jeanneret - GLP 20. März 2010 Verstoss melden
Manhunt (1 und 2) wird in der Schweiz nicht mehr verkauft! Suche es mal ...

Gewisse Filme sind in der Schweiz tatsächlich verboten, nach §135 StGB.

Aber dieses Verbot ist zum Teil total lächerlich. Verboten ist z.B. Evil Dead (Tanz der Teufel) Teil 1. Zu sehen sind hierzulande immer nur die Teile 2 und 3. Ich wusste lange Zeit nicht, dass es auch einen Teil 1 gibt. Nachdem ich davon und vom Verbot erfahren habe, habe ich diesen Film sofort angeschaut; und ich war entsetzt! Nicht über den Film, sondern über das Verbot! Es handelt sich um einen harmlosen Zombie-Splatter-Film. Die Menschenwürde ist in keinster Weise tangiert, die Gewalt geht nur gegen Zombies, also Monster, die zwar aussehen wie Menschen, aber eben eindeutig keine mehr sind und sich auch nicht so verhalten wie Menschen. Die Menschen handeln in Notwehr: Sie werden von den Zombies angegriffen und müssen einen Weg finden, ihr eigenes Leben zu retten. Im Vordergrund steht nicht Gewalt, sondern Gefahr und Spannung.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 20. März 2010 Verstoss melden
:-) Ich kenne Tanz der Teufel nur zu gut. Er war damals noch nicht verboten, sondern "nur" ab 18 Jahren in der Videothek zu mieten. Wir waren damals übrigens 16, als wir ihn gemietet haben. Es spritzt viel Blut, aber mancher Psycho Film schokiert mehr.
Tatsache ist aber wie du ja selber sagst, dass wenn ein Film verboten ist und du ihn nicht kaufen kannst, du ihn auf anderem Weg beschaffen kannst.
Christoph Jeanneret - GLP 20. März 2010 Verstoss melden
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Mit diesem Zitat stand ich am 18. März zusammen mit meinen Kollegen der PPS auf dem Bundesplatz, um die ParlamentarierInnen des Ständerates zur Ablehnung der Motion Allemann aufzurufen bzw. zum nachdenken anzuregen.

Eines wurde mir auch beim Flashmob der Pro Juventute (http://www.pro-juventute.ch/18-03-2009-Pro-Juventute-Flas.5871.0.html) an diesem Tag bewusst, es ist ein akuter Virusbefall in beiden Räten festzustellen. Dieser Virus kann man als "VERBOTITIS" bezeichnen und geht vor allem gegen jene Gruppen, die politisch am schwächsten sind, Junge und die GamerInnen.

Ein Verbot dieser Spiele ist vergleichbar mit der Prohibition von Alkohol, man könnte auch fragen: "Wollen Sie Alkohol verbieten?", "Wollen Sie Actionfilme verbieten?", "Wollen Sie Action-Sportarten verbieten?", "Wollen Sie Sportwaffen verbieten?".... hinter solchen Fragen stehen grosse Lobbies und mit denen legt sich keiner dieser ParlamentarierInnen an.

Ich lasse mit mein Hobby weder von Linken/Netten noch konservativverknöcherten Rechten und schon gar nicht von Sektenbrüdern verbieten, deshalb engagiere ich mich und gehe auch auf die Strasse!

Es gibt aber auch positives woran ich mich halten kann: unser Bundesrat und einzelnen engagierten ParlamentarierInnen, die gegen den Strom geschwommen sind; danke ich für die besonnene Haltung und ich hoffe auf weitere Unterstützung.
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Ich stimme mit Ihrer Meinung zwar überein aber bitte verzichten sie in zukunft auf den Ausdruck "Linke und Nette". Ich habe keine Ahnung wer zuerst damit begonnen hat Wörter wie Nette und Gutmensch als diffamierung zu verwenden aber jedesmal wenn ich diese Lese verliere ich ein bisschen Respekt für den Benutzer.
Markus Hofstetter 20. März 2010 Verstoss melden
@Markus Hofstetter und alle LeserInnen
Sie haben recht, ich werde diese Ausdrucksweisen künftig möglichst versuchen zu vermeiden, schliesslich habe ich mir auf die Fahne geschrieben möglichst unpolemisch zu politisieren, weil es mich ja auch stört und dies auch einer der Gründe für mein Engagement ist.
Leider gelingt mir dies nicht immer und mein zweitletzter Abschnitt war eine Frustreaktion, sorry
;-)
Reto Spinnler - Piraten 21. März 2010 Verstoss melden
Falscher Smiley? War das jetzt eine Entschuldigung oder keine? Fragen über Fragen.

Zum Argument: Ja, ich denke, das ist korrekt. Jede Zeit hat wohl ihre Verbote. Wobei es schon Unterschiede gibt: Rock'n'Roll war eine Auflehnung gegen die Kultur der Erwachsenen.

Games sind einfach nur Kommerz. Ein Produkt wie jedes andere.
Kein Spieler spielt aus Protest gegen die Eltern.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 21. März 2010 Verstoss melden
Ok, ich entschuldige mich und das Smiley sollte ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl sein... wer war denn noch nie emotional, der werfe den ersten Stein...

Games sind für mich spannender als alle anderen Medien, weil Games interaktiv sind, ich entscheide mich in vielen Games, wie ich vorgehe und was ich tun möchte und was nicht, z.B. als er- bzw. gelebten Krimi.

Games sind auch ein Stück Kultur, wenn man dies auch erst später realisieren wird, diese als "nur Kommerz" zu titulieren ist schön einseitig.

Man tut verbotenes nicht nur aus Protest gegen die Eltern, sondern wohl auch aus anderen Beweggründen z.B. die Neugier oder weil man dazugehören will oder weil man primär den Spass und nicht die Gefahr sieht.

Reto Spinnler - Piraten 22. März 2010 Verstoss melden
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http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Psychosekte-mischelt-bei-Game-Verbot-mit-20238630

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/VPMAnhaenger-mischen-mit/story/19639529

Zwei Tageszeitungen decken die unheilvolle Verbindung zwischen VPM MItlgiedern und VGMG auf. Der Ständerat, von dem ein Drittel fehlte (was zahlen wir denen eigentlich für einen Lohn) befürwortet eine Motion von Allemann selber Gründungsmitgliede beim VGMG. SP macht ein unheiliges Zweckbündnis mit der Rechtskonservativen Psychosekte, tiefer kann man nicht mehr fallen. Das so etwas in einer Demokratie möglich ist, finde ich tragisch.
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Ich bin erschreckt. Darüber sollte man in der SP mal intern reden.
Dominik Fitze - JUSO 19. März 2010 Verstoss melden
Ironischerweise hat die SP bei der VPM-Initiative "Jungend ohne Drogen" damals noch der SVP deren Verstrickung mit dem VPM genüsslich unter die Nase reiben können.
Oliver aus Zürich - jf 19. März 2010 Verstoss melden
Lieber Herr Roland Näf, beziehen Sie bitte dazu Stellung. Danke
Reto Spinnler - Piraten 26. März 2010 Verstoss melden
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