Sie müssen angemeldet sein, um Verstösse melden zu können.
Alle Beiträge
Beitrag schreiben
8
Meiner Meinung nach hat sich die Diskussion um Gewaltspiele zu sehr auf die Frage nach einem Verbot versteift. Das muss aber bei weitem nicht die einzige Lösung sein. Wer hat eine geeignete Idee?
9 Kommentare
Verstoss melden
Gegenfrage: Wo liegt das Problem?

Die Suche nach einer Lösung bedarf zunächst eines Problems. Sind Videospiele mit expliziter Gewaltdarstellung überhaupt ein Problem? Könnte nicht eher der unbedarfte Umgang mit dem noch jungen Medium das Problem sein, und nicht die Spiele selber?
Oliver aus Zürich - jf 10. September 2009 Verstoss melden
Genau das meine ich: Der Umgang.

Das Problem liegt im aktuellen Diskurs in der Politik. Ich stehe auf der Seite derjenigen, die auch in Zukunft noch Games spielen wollen. Wenn wir der Politik (die Videospielen mehrheitlich kritisch gegenüber steht), nicht Gegenvorschläge zum Verbot machen, könnten wir das Nachsehen haben.
Julian Meier 10. September 2009 Verstoss melden
Das Problem liegt darin, dass nicht alle Leute verstehen können, was das Bedürfnis von Menschen ist, sich solche Spiele "reinzuziehen". Für mich ist die Sache klar: Der Grund dafür ist schlicht und einfach, dass die Spiele Spass machen.

Das zeigt sich auch in diesem TV-Interview mit Tarantino zum Film "Kill Bill": Die konservative(?) Interviewerin versteht keinen Spass und Tarantino liest ihr die Leviten:
Hansueli P 22. September 2009 Verstoss melden
Treffend! :-)
Julian Meier 12. Oktober 2009 Verstoss melden
Spiele müssen keinen Lerneffekt haben, sondern spass machen, sonst sind es keine Spiele.
Markus Graf - Parteilos 12. Oktober 2009 Verstoss melden
@Julian Meier
Das Problem liegt dabei, dass die Allgemeinheit zu wenig Ahnung von Computerspielen hat. In den Medien werden nur die Extrembeispiele durch den Kakao gezogen. Es bräuchte eine öffentliche Informationskampagne.
Tobi Heusser 13. Oktober 2009 Verstoss melden
1) Wenn Gewaltspiele kein Problem wären, dann würde man ja nicht darüber diskutieren und nach Lösungen suchen.

2)Bei anderen Spielen wie z.B. Brettspielen gibt es keine Gewaltdarstellung, da dies nicht möglich und nicht sinnvoll ist.

3)Die Problematik ist doch die, dass Junge Menschen nicht immer von Spiel und Realität unterscheiden können, und sehr viele Informationen durch Bilder aufnehmen, die Sie dann mit der Realität vergleichen.

3) Sicher kann man auch die Öffentlichkeit sensibilisieren, dies passiert bereits in Deutschland mit entsprechenden Werbespots.

4)Bisher konnte mir aber noch niemand den Nutzen von Gewaltspielen oder Gewalt im Fernsehen für die Gesellschaft erklären

Ich möchte gerne wissen, was man von diesem Geballere oder dieser Töterei, für das richtige Leben lernen kann!

Vielleicht kann mir das niemand erklären, weil es einfach keinen Nutzen für die Gesellschaft gibt?
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 30. Januar 2010 Verstoss melden
Herr Gygax: Spiele, wie früher Brettspiele oder auch heute noch Filme, sind Unterhaltungsmedien und dienen prinzipiell rein nur der Unterhaltung. Somit muss man aus ihnen nichts fürs richtige Leben lernen, auch kein "Nutzen für die Gesellschaft" muss vorhanden sein.
Wie aber z.B. auch der Tanz hat das Spielen (ja, auch von Ego-Shootern!) eine stark soziale Komponente: Spieler treffen sich im Wohnzimmer oder online, um zusammen oder gegeneinander anzutreten. So werden Freundschaften geknüpft oder gepflegt, und mitunter (z.B. nach einer Runde Action) auch alltägliche Themen diskutiert. Als Gamer kann ich das bezeugen.
Ein Verbot ist nicht nur falsch, weil es zehntausende psychisch völlig stabiler erwachsener Menschen in diesem Land diskriminiert und kriminalisiert, es ist gefährlich: Der Schwarz- und Untergrundhandel mit den Spielen wird boomen. Die Idee, mit einem Verbot von Gewalt darstellenden Spielen die "Welt zu verbessern" ist mehr als naiv: Für die Spieleindustrie ist die Schweiz nur ein sehr kleiner wirtschaftlicher Faktor. Inhalte würden definitiv nicht geändert werden, "nur" weil die Schweiz Gewaltspiele verbietet.
Viel wichtiger ist es, Eltern, Lehrer und Erziehungsberechtigte mit einem ehrlichen und fundierten Grundsatz an Medienkompetenz auszustatten, sodass sie wissen, was die Kinder konsumieren und ob sie es konsumieren sollten oder nicht. Es bestehen immer noch starke Berührungsängste mit den Games, die abgeschafft werden müssen.
Zu guter Letzt: Wären die Games wirklich ein "Problem", könnte man sie in der Zeit des Internet und der illegalen Downloads dann wirklich mit einem Verbot aus den Kinderzimmern vertreiben? Absolut nicht, keine Chance. Die Jugendlichen wüssten trotzdem, wie man daran kommt. Wenn die Eltern also Kenntnisse über die Games und die allgemeine Game-Welt haben, kann Jugendschutz dort geschehen, wo er tatsächlich greift: Zu Hause, durch die Hand der Eltern. Darum setzen wir bei GameRights.ch uns gegen populistische Verbotsforderungen, genährt durch Ignoranz und bewussten Fehlaussagen, jedoch für ehrlichen und effizienten Jugendschutz durch Förderung der elterlichen Medienkompetenz ein.
Thomas Riediker 3. Februar 2010 Verstoss melden
Ich muss mich der Meinung von Herrn Riediker anschliessen. Die Welt ist inzwischen so vernetzt das ein normaler Mensch nur noch ein kleinen Teil davon überblicken kann. Meistens sind die Kinder den Erwachsenen im Internet eine Nasenlänge voraus (was sich aber langsam ändern wird, wenn die ersten Generationen die mit Internet aufgewachsen sind, selber Kinder bekommen). Klar, es muss in der Kompetenz der Eltern liegen, sie müssen die Kinder begleiten und sich dafür interessieren mit was sie sich beschäftigen.

Von Ihrer Argumentation ausgehend, Herr Gygax, so müsste auch das Kasperlitheater verboten werden (es handelt sich dabei ja auch um ein Spiel). Es stellt zum einen Gewalt dar, sogar an Tieren (das arme Krokodil das immer wieder mit dem Knüppel verdroschen worden ist).

Wenn dem ersten Punkt mehr Beachtung geschenkt wird, ist ein Verbot von Spielen absolut nicht angebracht.
Andreas Zimmermann - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 3. Februar 2010 Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

6
Wo liegt der Unterschied zwischen einem Film, der einzig und allein brutale und sadistische Übergriffe zeigt (illegal) und einem Spiel (wohlgemerkt, ein Programm, in dem der Konsument die Handlungen selbst ausführt), dessen einziges Ziel es ist, Menschen zu verstümmeln (montags legal)? Ich bitte um eine Erklärung.
9 Kommentare
Verstoss melden
Mir ist bewusst, dass ich hier vor einiger Zeit in einem Kommentar das Verbot als typisch linke Idee bezeichnet habe. Ich stehe Verboten auch heute noch sehr skeptisch gegenüber, doch habe ich mir, mit der Hilfe meines Neffen, die betreffenden Videospiele angeschaut und musste meine Meinung leider revidieren. Vor allem das Spiel Killzone 2 hat mich erschreckt. Die Darstellung ist sehr realitätsgetreu und der Spieler hat keine andere Wahl, als sich durch die Menge von Gegnern durch zuschiessen.
Peter Müller 2. September 2009 Verstoss melden
Ich finde es schade, dass du deine Meinung geändert hast. Ein Verbot von solchen Spielen scheint mir (als Linker! :-) ) nämlich wirklich der falsche Weg zu sein, um dieses Problem anzugehen. Ein konsequenter Jungendschutz scheint die bessere Lösung.
Julian Meier 4. September 2009 Verstoss melden
1. Alles was verboten wird, ist umso interessanter. Insbesondere für Jugendliche
2. Wenn Verbot, dann international, da ansonsten jeder, der ein Spiel haben will, es sich aus dem Internet runterlädt (ja, auch auf Konsolen, da auch diese mit Hilfe eines kleinen aber feinen Chips selber gebrannte DVDs abspielen können).
3. Der Fall Manhunt 2 zeigt: auch in der Schweiz erscheinen die extremsten Spiele nicht. Dass der Branchenverband selbst sich zu diesem Schritt entschlossen hat, scheint mir der sehr viel bessere Weg als über ein gesetzliches Verbot.

Bspw.: http://www.gbase.ch/Global/news/0/32717.html oder der WIkipedia-Artikel zu Manhunt
Jörg Klenk 5. September 2009 Verstoss melden
Die Behauptung, es werde mit zwei verschiedenen Ellen gemessen, ist polemisch und falsch.

In meiner nun schon fast zwanzigjährigen "Gamer-Karriere" ist mir noch kein einziges Spiel begegnet, dessen Ziel sich im "Verstümmeln von Menschen" erschöpfen würde. Ausserdem könnten derartige Spiele bereits heute unter dem Strafgesetz erfasst werden, und wie bereits erwähnt wurde: In der Schweiz werden die extremeren Spiele (Manhunt 2 oder Postal 2) teilweise gar nicht erst verkauft.

In Killzone 2 ist es übrigens nicht möglich, Menschen zu verstümmeln. In der Hintergrundgeschichte geht es aber in der Tat um Faschismus und Krieg. Genau wie bei einem Kriegsfilm in diesem Themenbereich ist auch in Killzone 2 die künstlerische Darstellung des bewaffneten Konfliktes wesentlich und bestimmender Inhalt. Sicher, die Darstellung ist realitätsgetreu - was aber in den jüngeren Kriegsfilmen wie "Saving Private Ryan" oder "Rambo 4" gezeigt wird, übertrifft die Gewaltdarstellung in Killzone 2 um Längen.

In Wirklichkeit ist es vielmehr so, dass in Computerspielen ein Mass der Gewaltdarstellung in der Kritik steht, welches in Filmen ohne wenn und aber akzeptiert wird.
Oliver aus Zürich - jf 5. September 2009 Verstoss melden
Herr Kaufmann hat mit seinem Filmvergleich teilweise Recht. Ev. müsste man das Thema "Gewaltspiele" zum Thema "Gewaltmedien" machen. Doch: Ein essentieller Unterschied zwischen Film und Spiel ist doch die Selbstbestimmung. Der Film erzählt eine Geschichte, die jeder für sich interpretieren kann. Das Spiel hingegen wird vom Spieler direkt gespielt. Das ist doch ein Unterschied, oder?
Peter Müller 7. September 2009 Verstoss melden
Auf einen solchen Unterschied könnte man auch im Vergleich zwischen Literatur und Comics hinweisen. Die bildhafte Darstellung könnte als eindringlicher oder eindrucksvoller als der unbebilderte Text beschrieben werden. Aus diesem angeblichen Unterschied könnte dann abgeleitet werden, dass die Gewaltdarstellung in Comics "gefährlicher" sei als diejenige in der Literatur.

Klar, anders als in Filmen kann der Protagonist in einem Computerspiel selber gesteuert werden. Ob und inwiefern die Interaktion der Gewaltdarstellung aber eine andere Qualität oder Wirkung zukommen lässt, ist bestenfalls umstritten. Dies wird von den Verbotsbefürwortern regelmässig und m.E. auch teilweise bewusst falsch dargestellt. Für jede Studie, welche eine "negative" Wirkung zu bestätigen scheint, findet sich in Tat und Wahrheit eine andere Studie, welche das genaue Gegenteil belegt.

Schliesslich sollte auch nicht vergessen werden, dass die angeblichen "Killerspiele" fast ausschliesslich keine Jugendfreigabe erhalten und nur an Erwachsene verkauft werden dürften - so auch Killzone 2. Es geht hier eigentlich gar nicht um Jugendschutz, sondern um Zensur und die Bevormundung des erwachsenen Bürgers.
Oliver aus Zürich - jf 8. September 2009 Verstoss melden
Traue keiner Studie, die du nicht selber gefälscht hast...

Ansonsten bin ich auch der Ansicht, dass vorallem die Erziehungsberechtigten gefragt sind, diesem Problem zu begegnen.

- Ist mein Kind alt, erfahren und psychisch stabil genug um ein Spiel zu spielen, welches seinem Alter entspricht (will heissen, dass das Kind alt genug ist um das Spiel selber im Handel gemäss Jugendfreigabe zu erhalten)?

- Ist mein Kind alt, erfahren und psychisch erfahren genug um ein Spiel zu spielen, zu welches es nach Altersfreigabe noch nicht spielen dürfte?

- Bin ich mir des Risikos bewusst und will ich dieses Risiko in Kauf nehmen, wenn ich meinem Kind den Umgang mit einem solchen Spiel erlaube?

- Nehme ich mir die Zeit, mich hinzusetzen und vielleicht mit dem Kind zusammen das Spiel anzuschauen, darüber zu reden, das Kind nach den Beweggründen zu fragen, wieso genau es dieses Spiel will?

- Reagiere ich und wenn ja, wie reagiere ich, wenn ich eine Verhaltensveränderung beim Kind wahrnehme, welche vielleicht oder vielleicht auch nicht auf das Spiel zurückzuführen ist?

Ich denke, wenn sich Eltern auf diese Weise mit dem "Problem" auseinandersetzen, sollte es möglich sein, einiges erträglicher zu gestalten und einige Probleme zu vermeiden...
Adrian Zehnder 6. Januar 2010 Verstoss melden
Es is diese Art der Schwarzmalerei die ein Problem schafft.
Anthony Stroppel 28. Januar 2010 Verstoss melden
Das wahre Problem ist die bewusste Fehlinformation, die von selbsternannten Experten ausgeht, welche sich klar gegen Games stellen: Man suggeriert, dass die heutigen Games genau wie zu Zeiten von Pac-Man keinerlei Geschichte, Dramaturgie oder Charaktertiefe besitzen und alle nur ein einziges Ziel haben (z.B. Prinzessin erreichen, 10 Sterne fangen oder, im Falle dieser Diskussion halt, Menschen töten). Ich möchte festhalten, dass dies absolut falsch ist. Gewalt ist, falls vorhanden, in den meisten ernstzunehmenden modernen Games ein dramaturgisches Mittel. Wie sonst lässt sich z.B. ein internationaler kriegerischer Konflikt darstellen? Wie wären die berühmten "Anti-Kriegsfilme" wie z.B. Full Metal Jacket geworden, hätte man die Gewalt nicht gezeigt? Das Beispiel von Metal Gear Solid 4 zeigt es perfekt: Dort kann der Spieler zwar Gewalt anwenden um weiterzukommen, als übergreifende Handlungskomponente wird die Gewalt, zusammen mit der Geldmacherei der Kriegsmaschinerie und dem Kriegselend, kritisiert.
Dies wird von Verbotsbefürwortern aber oft bewusst unterschlagen, um ein abschreckendes Bild der Games zu zeichnen... So lassen sich polemische Begriffe wie "Killerspiel" überhaupt bilden. Wüssten die Eltern, was genau sich da am Bildschirm abspielt, könnten sie die "Problematik" viel realistischer einschätzen.
Thomas Riediker 3. Februar 2010 Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

6
Habe auf http://www.braindump.ch einen Artikel zum Thema gefunden, der zu einem gut gemachten Factsheet verlinkt. Hier der Link zum Download:

http://www.stigma-videospiele.de/Flugblatt.pdf

Das ist zwar kein richtiger DIskussionsbeitrag, gehört m.E. aber definitiv hier dazu.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

17
Jeder Schimpanse kennt den Unterschied zwischen Spiel und tödlicher Realität. Wenn Schimpansen spielerisch umhertollen oder sich auf Leben und Tod Kämpfe liefern, wissen sie genau den Unterschied. Jeder, der behauptet Killerspiele fördert Gewaltbereitschaft, sagt auch unsere Kinder sind dümmer als Schimpansen. Kinder stimmt im Grunde genommen auch nicht. Vgl. http://www.theaveragegamer.com/averagegamers/
bzw. ich 35 Jahre alt.
Nur weil ich schon 2000 "Headshots" diese Woche geleistet habe, greife ich nicht zum Sturmgewehr und laufe Amok.

Das Problem sind nicht die Medien, sondern die Zeit, die mit ihnen verbracht wird. Wenn Eltern ihre Kinder 3h/Tag an den Computer lassen, ohne zu Wissen was gemacht wird. Inkl. DVD und TV noch dazu, wird das sehr wohl zu "Formung" des Charakters beitragen.

Killerspiele ist ein Unwort. Denn wo sind Killerbücher, Killervideos, KillerDVDs, Killerinternet, Killernachrichten und Killermusik?

Für alle Eltern, die MIT ihren Kindern MITreden und MIThalten wollen empfehle ich das informative und kulturell hochwertige Spielemagazin GEE http://geemag.de
An grösseren Kiosks monatlich erhältlich!
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

8
Was bringt ein Verbot von sogenannten "Killerspielen?"
Hier ein Beispiel: Das Spiel Counterstrike Source, welches in den medien als ober-killergame dargestellt wird
Das Spiel ist meines wissens nach so in etwa auf jedem pc eines jüngeren menschen drauf, ich kenne fast niemanden ders nie gespielt hat. Das Spiel ist auch längst nicht mehr im Handel erhältlich, die Verbreitung findet vollständig im Internet statt. Auf grösstenteils illegalen Wegen besorgen sich die Spieler das Spiel über das internet.
Deshalb frage ich mich, was ein Verbot von "Killerspielen" überhaupt bringen soll, da es mit normalen Verkaufsverboten schlicht und einfach nutzlos ist!
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

10
6 Kommentare
Verstoss melden
Wie siehst du denn im Nachhinein den Einfluss, respektive die Wirkung dieses Spiels auf dich damals? Kannst du etwas dazu sagen? Wäre interessant zu erfahren.
Elisa Schlup 29. Juli 2009 Verstoss melden
Bin davon überzeugt, dass ich mich durch das spielen, in anderen Sachen besser konzentrieren konnte, durch die Strategiespiele ist man ständig gefordert und gewühnt sich auch daran. Denke, das spielen hat mich mehrheitlich auch gefördert, trotzdem muss ich gestehen, dass ich in dieser Zeit auch kaum Kontakt zu meinen Freunden hatte. Das hat sich aber danach wieder "ausgeglichen".
Christian Vogt - BDP 21. August 2009 Verstoss melden
Was ist denn aus Dir geworden? ;-D
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 5. September 2009 Verstoss melden
Davon abgesehen fördern sogar "Killerspiele" die Koordination, die Feinmotorik, das räumliche Vorstellungsvermögen, Kreativität und sicherlich noch einige andere Dinge... Das widerspiegelt zumindest meine Erfahrung und Erfahrungsberichte, die unlängst via National Geographic ausgestrahlt wurden (wenn ich den Link finde, liefere ich den selbstverständlich nach!)
Adrian Zehnder 8. September 2009 Verstoss melden
Dieser Link würde mich sehr interessieren, Adrian - hast du ihn mittlerweile gefunden?
Elisa Schlup 9. November 2009 Verstoss melden
ich muss gestehen, dass ich nicht mehr nach dem link gesucht habe. werde das aber nachholen... exgüsi
Adrian Zehnder 9. November 2009 Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

14
Die Befürworter eines Verbotes behaupten, dass die sogenannten "Killerspiele" eine kausale Voraussetzung für Amokläufe jugendlicher Täter darstellen. Die Rechtfertigung eines solchen Verbotes bestehe im Interesse an einem wirksamen Jugendschutz und - ohne, dass dies aber in der Regel explizit erwähnt würde - dem Schutz der Allgemeinheit vor den Jugendlichen.

Wissenschaftlich gesehen ist der angeblich kausale Zusammenhang zwischen dem Medienkonsum der Jugendlichen und einer Gewalttat aber alles andere als erwiesen. Die Diskussion darüber lenkt vielmehr von den eigentlichen Problemen ab und verhindert eine Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Ursachen. Nur schon deshalb ist die "Killerspiel-Debatte" grundsätzlich verfehlt.

Den Tätern sind vorderhand soziale und psychische Probleme gemeinsam, und regelmässig sind diese Probleme bereits bekannt oder gar aktenkundig. Die Täter hatten freien oder aber unbeaufsichtigten Zugang zu Waffen. Und auch wenn in einigen Fällen im Nachhinein "einschlägige" Computerspiele im Besitz der Täter gefunden werden - nicht einmal die selbstregulierte Spieleindustrie will solche Spiele an Jugendliche verkaufen und empfiehlt den Verkauf unübersehbar nur an Erwachsene. Angesprochen sind damit die erziehungsverpflichteten Eltern und der Handel.

Wer vor diesem Hintergrund die Verantwortung für Amokläufe und neuerdings auch ganz allgemein für Gewalttaten Jugendlicher noch allen Ernstes auf Computerspiele schieben will, betreibt keine Politik, sondern Demagogie.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

33
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

7
Wenn man ein Totalverbot ablehnt (weil es eh nicht durchsetzbar ist), kann man dann die staatlich für gewaltfördernd befundenen Videospiele etwa nur noch in öffentlich überwachten Institutionen unter Vorlage eines Altersnachweises spielen?

Ich finde das ist wieder einmal ein grosser Papiertiger, der nicht beissen wird.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

7
Die Wurzeln liegen viel tiefer in der Zeit. Das Thema ist die medial verfügbare Gewalt, die seit dem Aufkommen der Bildmedien im letzten Jahrhundert Gewalt physisch und psychisch spürbarer macht. Die Gewalt in der Tagesschau weist eine andere Qualität als diejenige in den Games auf. Trotzdem trägt auch sie seit Jahrzehnten ihren Teil dazu bei, die Gehirne abstumpfen zu lassen.

Wobei auch das kein neues Phänomen ist, siehe die letzten beiden Weltkriege. Damals handelte es sich allerdings um instituationalisiertes, politisch genutztes Gewaltpotential (das der Mensch sowieso aufweist). Neu ist, dass Gewalt apolitisch ausgeübt wird, dass der Hooliganismus in den Köpfen der "Normalos" angekommen ist.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.